Familien in Stuttgart
Am 25.05. ist Kommunalwahl in Stuttgart. Wir haben die Fraktionen im Stuttgarter Gemeinderat danach befragt, was sie in familienpolitischen Fragen zu sagen haben. Die Antworten werden wir in einer kleinen Serie präsentieren. Die Reihenfolge ist entsprechend der Größe der Fraktionen.

 

Welche unterstützenden Maßnahmen für Familien halten Sie zusätzlich für sinnvoll?

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Der Ausbau der Stadtteil- und Familienzentren liegt uns besonders am Herzen. Der Weg, Stuttgarter Kitas zu Kinder- und Familienzentren auszubauen, ist richtig und muss fortgesetzt werden. Dazu gehört etwa die Aufstockung des Mütterzentrums Süd, des Hauses der Familie und ein neues Stadtteil- und Familienzentrum im Raitelsberg. In diesen Zentren sollen künftig auch frühe Hilfen, Betreuung, Erziehung und Bildung Raum finden.
Das Hilfe- und Unterstützungssystem der frühen Hilfen wollen wir erhalten und weiter stärken. In den vergangenen Haushaltsplanberatungen haben wir den Einstieg in zwei neue Angebote des Kinderschutzzentrums auf dem Gebiet der frühen Hilfen in den städtischen Haushalt aufgenommen: den Aufbau eines Kindertherapiezentrums und das präventive Angebot Frühe Hilfen – das Projekt „Zupf-t“.
Weiterhin erachten wir den Familienrat als wichtige Stütze für Stuttgarter Familien. Dieser kann in schwierigen Lebenssituation Hilfestellungen auf der Suche nach guten Lösungen leisten. Ziel ist es, dass Familien Probleme mit Hilfe ihres sozialen Umfeldes lösen können.

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Wir würden gerne auch die finanzielle Unterstützung der Familien in Stuttgart verbessern. So wollen wir prüfen lassen, inwieweit die Einkommensgrenzen von Familien für die Zuteilung der Stuttgarter Familien-Card noch angemessen sind. Wir möchten gerne dieses Instrument, mit dem Familien viele Vergünstigungen in ganz unterschiedlichen Bereichen erhalten, einer größeren Gruppe von Familien zukommen lassen. Gerade die Unterstützung und Vergünstigung im Bereich von sportlichen oder kulturellen Aktivitäten für Kinder ist uns sehr wichtig. Hier möchten wir auch weiterhin auf das großartige Angebot unserer Sportvereine und unserer kulturellen Einrichtungen wie Theater oder auch unserer Musikschule setzen. Unser Ziel ist es, dass das Gründen einer Familie, oder auch die Situation als Alleinerziehende oder Alleinerziehender in Stuttgart nicht mehr automatisch ein größeres Risiko von einem Leben in Armut darstellt.

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Wir wollen auch Familien mit Schulkindern unterstützen, durch eine moderne Pädagogik in den Schulen, durch motivierende Schulgebäude und durch ein gutes Mittagessen.
Aus Sicht der Stuttgarter SPD ist die Gemeinschaftsschule ein schulisches Angebot, das der Vielfalt der Stuttgarter Schulkinder am besten gerecht wird. Im Mittelpunkt steht die individuelle Förderung der Kinder mit einer modernen Pädagogik. Deshalb sind wir froh, dass sich bereits vier Stuttgarter Schulen auf den Weg gemacht haben und dass viele Familien ihre Kinder an diesen Schulen anmelden. Bis 2020 wollen wir jedem dritten Kind ein Platz an einer Gemeinschaftsschule anbieten.
Wir machen uns auch besonders stark für den neunjährigen Weg zum Abitur, ob an einem klassischen Gymnasium, an einem beruflichen Gymnasium oder an einer Gemeinschaftsschule. Endlich wird auch wieder in die Schulgebäude investiert. Hier ist in der Vergangenheit an der falschen Stelle gespart worden. Dieses Schulsanierungsprogramm muss dringend fortgesetzt werden und darf nicht wieder von einer konservativen Mehrheit in Frage gestellt werden.
Antwort Freie Wähler
Die Eltern sollten die vielfältigen Angebote intensiv annehmen. Uns Freien Wählern ist die Aufforderung und Anleitung zur Eigeninitiative wichtig.

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Wir halten es vor allem für wichtig, dass Familien ein Umfeld haben, in dem ihre Kinder ausreichend gefördert werden und, dass es alle notwendige Infrastruktur in der Nähe der Wohnungen gibt. Neben der Förderung der KiTas für noch nicht schulpflichtige Kinder heißt das zum Beispiel, dass wir auch die Schulen entsprechend ausstatten wollen. Wir setzen uns ein für: Ausbau aller Grund- und Sekundarschulen, die das möchten, zu Ganztagsschulen – ein kostenloses Angebot bis 16.00h, das eine erholsame Mittagspause und einen rhythmisierten Unterricht ermöglicht – mehr Gemeinschaftsschulen, möglichst in jedem Stadtteil – eine finanziell gute Ausstattung der Schulen. Das individuelle und kooperative Lernen soll gefördert werden – bei allen Schulsanierungen Berücksichtigung der Inklusion – qualifizierte Schulsozialarbeit für alle Schulen, die auch eine individuelle Betreuung ermöglicht – einen Hausmeister an jeder Schule (und Kita) – Vernetzung der Angebote für Schulen, Kinder und Jugendliche.

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Zuletzt geändert am: 16. Mai 2014