Familien in Stuttgart

Neue Gesetze 2017

von: am: 5. Januar 2017

Ich wünsche dir für das neue Jahr

365 Blumen, für jeden Tag eine.
Ich wünsche dir die Augen eines Kindes,
den Traum eines Kindes, das Herz eines Kindes.
Dann kannst du im neuen Jahr alles neu sehen.
Ich wünsche dir,
daß du wenigstens einen Menschen hast,
bei dem du Geborgenheit findest.
Ich wünsche dir, daß du wenigstens
einmal am Tag voller Freude bist.
Ich wünsche dir, daß du wenigstens
ein paar Menschen
mit deiner Freundschaft
glücklich machst.
© Phil Bosmans

Nach einem hoffentlich guten Start ins Jahr 2017 informieren wir Sie zuallererst über neue Beschlüsse und Gesetze, die insbesondere Familien und Alleinerziehende im neuen Jahr betreffen:

Kindergeld und Kinderzuschlag
Das Kindergeld wird in den beiden kommenden Jahren um jeweils zwei Euro erhöht. Für die ersten beiden Kinder sind es nunmehr jeweils 192 Euro, für das dritte Kind 198 Euro. Ab dem vierten Kind beträgt das Kindergeld 223 Euro monatlich. Auch die Steuerfreibeträge werden angehoben, so steigt der Kinderfreibetrag um 108 auf 7356 Euro. Wer wenig verdient, erhält auf Antrag einen Kinderzuschlag, dieser wird 2017 um 10 Euro auf jeweils 170 Euro pro Kind und Monat angehoben. Die Entlastung der Steuerzahler sol rund 6,3 Milliarden Euro pro Jahr betragen .

Höherer Hartz-IV-Satz
Geringverdiener erhalten im neuen Jahr einen höheren Regelsatz. Alleinstehende werden somit ab Januar über 5 Euro mehr verfügen, also 409 Euro im Monat. Die Grundsicherung für Kinder im Alter von sechs bis dreizehn Jahren erhöht sich um 21 Euro auf 291 Euro, während der Regelsatz für Kinder bis zu sechs Jahren weiterhin 237 Euro im Monat beträgt. Jugendliche bis achtzehn Jahre erhalten ab sofort 311 Euro.

Mehr Unterhaltsvorschuss
Alleinerziehende ohne regelmäßigen Unterhalt vom anderen Elternteil können Unterhaltsvorschuss beantragen, der sich bundesweit nach dem Mindestunterhalt richtet. Da der Mindestunterhalt erhöht wurde, steigt auch der Unterhaltsvorschuss für Kinder bis zu fünf Jahren auf 150 Euro, Kinder von sechs bis elf Jahren stehen 201 Euro pro Monat zur Verfügung. Das Kindergeld wird davon allerdings abgezogen.

Unterhaltskosten als außergewöhnliche Belastung
Für das Jahr 2017 können Unterhaltskosten für einen Dritten als außergewöhnliche Belastung steuerlich abgesetzt werden. Dies sind ab 2017 maximal 8820 Euro und somit 168 Euro mehr als im Vorjahr. Der Empfänger des Unterhalts darf jedoch kein nennenswertes eigenes Vermögen oder Einkommen haben, die Steueridentifikationsnummer muss dazu angegeben werden. Bei Kindern ist eine steuerliche Berücksichtigung nur dann möglich, wenn man für sie kein Kindergeld oder Kinderfreibetrag erhält.

Verbesserungen für Menschen mit Behinderungen
Nicht erwerbsfähige oder behinderte erwachsene Sozialhilfeempfänger/-innen erhalten 100 Prozent der Grundsicherung (bisher 80%) und können die Regelbedarfsstufe 1 geltend machen. Somit können die Kosten für Unterkunft und Heizung anerkannt werden, wenn sie im Haushalt der Eltern leben. Ab 2020 erhalten Menschen mit Behinderungen in gemeinschaftlichen Wohnformen die Regelbedarfsstufe 2.

Altersvorsorge besser absetzbar
Vorsorgeraufwendungen für das Alter in Form von Beiträgen zur gesetzlichen Rentenkasse oder zu Versorgungswerken können 2017 steuerlich besser abgesetzt werden. Vom Höchstbeitrag in Höhe von 23362 Euro können maximal 84 Prozent abgesetzt werden. Bei Arbeitnehmer/-innen, die in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen, wird der steuerfreie Arbeitgeberanteil abgezogen.

Einkommenssteuertarif ändert sich
Bei einem zu versteuernden Jahreseinkommen von Ledigen in Höhe von 8821 beträgt der Steuersatz 14 Prozent und steigt mit dem Einkommen auf bis zu 42 Prozent bei einem Jahreseinkommen ab 54058 Euro.

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Zuletzt geändert am: 6. Januar 2017