Familien in Stuttgart

Bereits seit über 35 Jahren führt die Italienische Gemeinde San Martino eine Karfreitagsprozession in Bad Cannstatt durch, bei der von Mitgliedern der Kirchengemeinde sowie weiteren Laiendarstellern die Leidensgeschichte Jesus Christus szenisch nachgestellt wird. Eingeführt wurde der Brauch, der seit Jahrhunderten in italienischen Städten und Dörfern zelebriert wird in Bad Cannstatt im Jahr 1979 und findet seither jedes Jahr statt.

Beginn ist am 25. März um 15:30 Uhr am unteren Kurpark (Daimer-/Ecke Schmidener Straße). Dort werden zunächst drei Stationen nachgespielt: Jesus im Ölberg und Verrat durch Judas, das Verhör vor den Hohen Priestern sowie die Verleugnung Jesus durch Petrus.
Anschließend geht es zum Schulhof des Johannes-Kepler-Gymnasiums, wo die Station Jesus‘ Verhör vor Pontius Pilatus stattfindet. Dann zieht die Prozession weiter die Markstraße entlang und gelangt über die Liebenzellerstraße zum Daimlerplatz und weiter die Wiesbadener Straße. Entlang der Strecke werden weitere vier Szenen dargestellt: Jesus bricht zum ersten Mal unter dem Kreuz zusammen, Veronika reicht Jesus das Schweißtuch, Jesus bricht zum zweiten Mal unter dem Kreuz zusammen und Simon von Zyrene hilft schließlich Jesus, das Kreuz zu tragen.
Von der Wiesbadener Straße geht es dann hoch bis zum oberen Kurpark, wo die Kreuzigungsszene dargestellt wird.

Viele Zuschauer begleiten jedes Jahr die beeindruckende Prozession , die meist gegen 18 Uhr endet.

Bild: Kreuzigungstriptychon von Rogier van der Weyden, 1445
Bildquelle: Wikipedia

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Zuletzt geändert am: 23. März 2016